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Feb
29

PODIUM – FINALLY!

Zurück aus Roldal und einem coolen Powdertag gestern daheim, sitze ich nun gaaaanz gemütlich auf der Couch und hab wieder mal Zeit um ein wenig aufzuarbeiten. Und natürlich um zu berichten wie Norwegen war :)
Die ersten beiden Contests liefen ja nicht wirklich gut für mich. Ein dummer Sturz nach einem sehr kleinen Cliff in Canada, ein totales Blackout in Chamonix, … da konnte es in Roldal eigentlich nur besser werden …

Das Wetter in Norwegen ist ja nicht gerade bekannt für Stabilität, doch der Wettergott meinte es gut mit uns. Naja, sagen wir mal so, er hatte Mittleid ;) Das erste Face: Unfahrbar! Eis, Lawinengefahr und was sonst noch so dazukommt. OK, dann eben zu Plan B. Dasselbe! UNFAHRBAR! Plan C sieht zwar nicht so spannend aus, wenig Möglichkeiten für Sprünge und kreative Linien, aber dafür: FAHRBAR! Also hieß es um 10 Uhr für alle: Face Inspection. Der ganze linke Teil wurde gesperrt und auch rechts. Da die Lawinengefahr dort zu groß war. Also wurden uns bei der kreativität der Linienwahl ziemliche Grenzen gesetzt.
Meine Linie hatte ich relativ schnell gefunden. Für mich war wichtig nicht all zuviel zu riskieren und einen sauberen und soliden Run runter zu bringen. Bei meiner sehr schmalen Rinne war ich mir allerdings nicht wirklich sicher. Da wir die Möglichkeit hatten die Jungs anzusehen und glücklicherweise Adrien Coirier das Couloir fuhr und straight line nahm war ich mir meiner Sache sehr sicher. Es geht zu fahren, auch wenn Adrien der einzige war der diese Möglichkeit nahm.

Am Start angekommen zog bei den letzten Jungs dann eine fette Wolkendecke zu. Was bedeutet: Flat Light! Ich überlegte wieder hin und her, sollte ich bei null Sicht diese Rinne wirklich fahren?! Zu riskant, da ich viel Speed aufnehmen würde aber den Boden nicht sehen konnte? Denn, wenn ich hier fahre dann straight und mit Speed. HMMMM … Während sich die Sicht weiter verschlechtert entschied ich es so zu machen. Meine Stärke liegt in der Technik und bei schlechten Bedingungen kommt mir das sehr entgegen.

3, 2, 1, GO! Komisch, ich war zum ersten Mal ziemlich relaxed. Fast schon egal. Egal ob ich stürze, gewinne oder einfach nur im Mittelfeld lande. Für meinen Geschmack war mir alles fast ein wenig zu viel egal. Ich wollte zwar Gas geben aber trotzdem einen Sicherheitsrun runterbringen. Einfach nicht stürzen und solide fahren. Das war mir an diesem Tag wichtig. Ich begann nach meinem Drop-In relativ flüssig. Der erste Hang war brutal eisig mit vielen Unebenheiten die man nicht sehen konnte. Der erste kleine Drop. Passt.
Dann die Überraschung. Die Rinne von unten hab ich mir lang genug angeschaut aber von oben reinzufahren ist wieder was ganz anderes. Man kann es vom Gegenüberliegenden Hang einfach sehr schwer einschätzen. Wie steil ist es dort? Wie sind die Bedingungen? Ich fühlte mich wohl und stellte einfach grade, in der Hoffnung beim rausfahren nicht auf irgendeine Unebenheit zu kommen die ich nicht sehen konnte. Das war auch der Grund warum ich ein Cliff versäumte. Ich wollte mit diesem Speed keinen starken links turn machen und somit einen Sturz riskieren. Also fuhr ich, für meinen Geschmack zu gemütlich, weiter. Der nächste, sehr kleine, Hüpfer. Und dann noch das letzte Cliff. Ich wusste dass mein Run ganz OK war bis dahin und wollte einfach nichts mehr riskieren. Normal hasse ich es auf ein Cliff zu zufahren und dann stehen zu bleiben. Ein NO GO für mich. Aber dieses Mal entschied ich anders. Ich ging minimales Risiko ein und ausserdem, bei den Mädels ist stehen bleiben vor Cliffs immer noch recht beliebt und nicht so ausschlaggebend. Passt. Im Ziel. Zwar nicht wirklich glücklich aber auch nicht unglücklich. 

Hier meine Line (grün war die eigentlich geplante Linie)

Danach hats bei den letzten Fahrerinnen wieder aufgerissen. Sonnenschein und beste Sicht. Wenn wir das vorher wissen warten wir eine halbe Stunde aber mei, das ist nun mal Outdoor Sport. Gratulation an Christine Hargin für ihren super Run und ersten Platz. Schnell, ohne zu zögern und echt sauber gefahren. War halt auch mal eine Racerin früher ;)

Fazit:  Ich bin zufrieden wieder mal am Podium zu stehen, hatte einen Run, auf den ich zwar im unteren Teil nicht stolz bin, der aber ganz OK war. Der nächste Event ist in Fieberbrunn und da werd ich dann wieder so fahren, dass auch ich happy damit bin ;) Selbstvertrauen passt zur Zeit ja wieder ganz gut :)  

Aja, und falls jemand von euch einen guten Draht nach oben hat, die sollten das + wieder gegen ein – austauschen auf der Temperaturskala! :)

A schöne Zeit wünsch ich euch!
XX EVA

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